23.10.2021, 20:58
Er war gut darin, unangenehme Themen einfach zu übergehen. Ihm war durchaus bewusst, das seine Tätigkeiten im Krieg aufsehen erregten. War es doch eine Besonderheit, einen organisierten Magierverband bei den nilfgaardischen Truppen zu sehen. Auch diverse Abhandlungen über taktische Verwendung von Zauberern gingen zwangsweise auf seinen Namen zurück. Er hatte, das musste man so deutlich sagen, mit seinem Krieg durchaus einen Einfluss daran wie Kaiser im Reich und in zukünftigen Invasionen eingesetzt werden würden. Alles entsprungen aus einer Zeit, wo noch ein gewisser glühender Patriotismus für die nilfgaardische Regierungslösung in seinem Herzen flammte – war er nie freund von liberalen Ideen und stets ein großer Verfechter von Kontrolle und Ordnung. Emhyr war es ebenso wie er dieser Meinung, allerdings erst in zweiter Instanz. In erster Linie, das musste dem Zauberer schmerzlich bewusst werden, waren seine Leitmotive Machthunger, ein schlechter Ratgeber wie er fand. Nichts lieber hätte er getan, als schlicht irgendein Laboratorium aufzubauen und sich für den Rest seines Lebens mit allerlei Nachforschungen zu befassen – aber im Endeffekt konnte er sich der Welt nicht entziehen und das war auch der wahre Grund wieso er sich mit Philippa eingelassen hatte, etwas, das Aelies in ihrem jugendlichen Leichtsinn erst noch zu lernen hatte. Sicherlich waren manche Zauberer überzeugt davon, mit 30 Jahren nun schon ausgelernt zu sein – allerdings war das schlicht ein Trugschluss. Jedoch kein Thema, welches er hier vertiefen würde.
Die Augen von Philippa interessierten sie mehr als ein Freundschaftsdienst, war es doch ein magisches Projekt und nichts mochte er lieber, als zu forschen und zu entwickeln. Es war daher durchaus eine Ironie des Schicksals, wenn man an so einen Schwachsinn glauben mochte, dass er ausgerechnet seine alte Schülerin nun dabei um sich wissen sollte. Tatsächlich hört er also recht gespannt zu, was Aelies nun zu diesem Thema anzumerken hatte. „Das stimmt.“, verpflichtete er ihr bei, „Allerdings lässt es Aufschlüsse darüber zu, wie man am ehesten die Nerven wieder mit einander verbindet. Etwas das sie zweifelsohne ebenfalls bewerkstelligt haben muss. Das wird dann hilfreich, wenn wir Philippas neue Augen…einsetzen. Ich denke nicht, dass es fehlerfrei möglich ist sie in den Augen wieder wachsen zu lassen. Die Fehlerquellen und die unkontrollierbaren Zustände innerhalb eines Körpers sind schlicht zu ungenau, um so ein präzises Körperteil wie das Auge wiederherzustellen.“ Nachdenklich kratzte er im Kinn. „Außerdem haben Berichte der Impera Brigada sehr klar gemacht, dass so etwas furchtbar aussieht. Vilgefortz…hatte seine Augen frühzeitig eingesetzt.“ An seinem Tonfall konnte man deutlich die ehrliche, kompromisslose Faszination für alle magischen Dinge heraushören, welche sich seit seiner jungen Tage nicht gewandelt haben. Bei ihrer Bemerkung über Gnome hob er kur die Braue, kratzte sich erneut an dem spitzen Kinnbart und nickte dann. „Ich vermute du spielt auf die Edelsteine an? In Strygga wurden recht viele gefunden…und es gibt einige Spuren wie Vilgefortz über Strohmänner an sie gekommen war. Aber ich vermute, du willst evaluieren?“ Tatsächlich konnte er schon immer Fachkompetenzen in Bereichen respektieren und, das musste man so ehrlich sagen, von alchemistischen Vorgängen hatte er nur wenig Ahnung Was Monster anging konnte er vermutlich ein Lexikon füllen…aber von Tränken, Mitteln und Kräutern hatte er keine Ahnung, ebenso wenig wie von heilenden magischen Zaubern und so weiter. Man könnte daher durchaus davon ausgehen, dass er Aelies Kompetenz um die er durchaus wusste in diesem Bereich respektierte. Und so wie es den Anschein machte, lauerte jede Phase ihres Körpers darauf es ihrem alten Lehrmeister nur einmal so richtig zu zeigen. Generell war eine gewisse, angespannte Tendenz zu spüren welche Drazan gekonnt überging. War sein maßloser Pragmatismus anging, machte er auch vor keinen Gefühlen kein halt – insbesondere die anderer Menschen weswegen er wenig bis gar keine Interesse für den halbherzigen Streit zeigte, welchen Aelies offensichtlich anzuzetteln versuchte. Er war hier mit einer ganz bestimmten Aufgabe, die es zu erfüllen galt. Wenn sie stattdessen lieber persönliche Fehden von vor 20 Jahren austragen möchte, kann sie ja die Wand vermöbeln oder etwas in der Richtung. Außerdem hatte er von vielen Gesprächen mit Saskia durchaus gelernt, wie man Konflikten auswich.
Die Augen von Philippa interessierten sie mehr als ein Freundschaftsdienst, war es doch ein magisches Projekt und nichts mochte er lieber, als zu forschen und zu entwickeln. Es war daher durchaus eine Ironie des Schicksals, wenn man an so einen Schwachsinn glauben mochte, dass er ausgerechnet seine alte Schülerin nun dabei um sich wissen sollte. Tatsächlich hört er also recht gespannt zu, was Aelies nun zu diesem Thema anzumerken hatte. „Das stimmt.“, verpflichtete er ihr bei, „Allerdings lässt es Aufschlüsse darüber zu, wie man am ehesten die Nerven wieder mit einander verbindet. Etwas das sie zweifelsohne ebenfalls bewerkstelligt haben muss. Das wird dann hilfreich, wenn wir Philippas neue Augen…einsetzen. Ich denke nicht, dass es fehlerfrei möglich ist sie in den Augen wieder wachsen zu lassen. Die Fehlerquellen und die unkontrollierbaren Zustände innerhalb eines Körpers sind schlicht zu ungenau, um so ein präzises Körperteil wie das Auge wiederherzustellen.“ Nachdenklich kratzte er im Kinn. „Außerdem haben Berichte der Impera Brigada sehr klar gemacht, dass so etwas furchtbar aussieht. Vilgefortz…hatte seine Augen frühzeitig eingesetzt.“ An seinem Tonfall konnte man deutlich die ehrliche, kompromisslose Faszination für alle magischen Dinge heraushören, welche sich seit seiner jungen Tage nicht gewandelt haben. Bei ihrer Bemerkung über Gnome hob er kur die Braue, kratzte sich erneut an dem spitzen Kinnbart und nickte dann. „Ich vermute du spielt auf die Edelsteine an? In Strygga wurden recht viele gefunden…und es gibt einige Spuren wie Vilgefortz über Strohmänner an sie gekommen war. Aber ich vermute, du willst evaluieren?“ Tatsächlich konnte er schon immer Fachkompetenzen in Bereichen respektieren und, das musste man so ehrlich sagen, von alchemistischen Vorgängen hatte er nur wenig Ahnung Was Monster anging konnte er vermutlich ein Lexikon füllen…aber von Tränken, Mitteln und Kräutern hatte er keine Ahnung, ebenso wenig wie von heilenden magischen Zaubern und so weiter. Man könnte daher durchaus davon ausgehen, dass er Aelies Kompetenz um die er durchaus wusste in diesem Bereich respektierte. Und so wie es den Anschein machte, lauerte jede Phase ihres Körpers darauf es ihrem alten Lehrmeister nur einmal so richtig zu zeigen. Generell war eine gewisse, angespannte Tendenz zu spüren welche Drazan gekonnt überging. War sein maßloser Pragmatismus anging, machte er auch vor keinen Gefühlen kein halt – insbesondere die anderer Menschen weswegen er wenig bis gar keine Interesse für den halbherzigen Streit zeigte, welchen Aelies offensichtlich anzuzetteln versuchte. Er war hier mit einer ganz bestimmten Aufgabe, die es zu erfüllen galt. Wenn sie stattdessen lieber persönliche Fehden von vor 20 Jahren austragen möchte, kann sie ja die Wand vermöbeln oder etwas in der Richtung. Außerdem hatte er von vielen Gesprächen mit Saskia durchaus gelernt, wie man Konflikten auswich.
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