23.10.2021, 21:12
Er hatte eigentlich erwartet, dass Aelies die Sinnhaftigkeit seines Vorschlages einsehen würde. Jedoch hatte die Schwarzhaarige, das hatte sie nun schon mehrmals bewiesen, scheinbar durchaus einen eigenen Kopf entwickelt – nur hatte er ihn schon etwas länger. Dementsprechend hatte er nur ein müdes Lächeln für die voranschreitende Zauberin übrig, nickte eher zu sich selbst und bog dann scharf links ab – nicht einmal im Traum daran denkend, ihr Beistand zu leisten. Hatte er durchaus eine sehr gute Vorstellung, was sich hinter dieser Tür, welche sie plante aufzubrechen befinden würde. Das war auch das Problem eines jeden Tresors und einer jeden Schatzkammer – ein Kelch verwitterte irgendwo im tiefsten Wald in den Boden verbuddelt zwar etwas, blieb dort allerdings, wenn man tief genug gegraben hatte mehrere Jahre, ohne das ihn jemand auch nur zu Gesicht bekam. Ein Tresor hingegen, nun ihm war von keinem bekannt welcher nicht zumindest einmal versucht wurde aufzubrechen. Dementsprechend würden die Hexenjäger natürlich zuerst in der Abteilung suchen, welche vor Studierenden geschützt war und sich nicht die Mühe machen, sich durch tausende Bücher zu wälzen. Er hatte den Verdacht, die Gelehrten der Akademie würden das ebenfalls gewusst haben und hoffte insgeheim darum, sie wären schlau genug gewesen einige wichtige Werke hinter anderen in den zahlreichen Regalen zu verstecken.
Große Bibliotheken waren für Zauberer nichts Besonderes, allerdings versprachen sie immer ein erhebliches Maß an Arbeit. Zum Glück war die nun gejagte Minderheit ein gewitztes Volk, weshalb es zahlreiche Zauber gab, die zur Indexierung und Findung von Dingen geeignet waren. Deswegen war das Filtern der Bücher der erste wichtige Schritt. Er blieb mitten in einem Gang stehen, atmete tief durch und hatte nun eine Konzentrationsaufgabe gewaltigen Ausmaßes vor sich, einerseits musste er klar und deutlich die Frage nach der Widerherstellung des Augenlichts lenken, gleichzeitig elementare Energie ziehen – er bevorzugte in diesem Fall den Wind – und das ganze auch noch irgendwie zu einem Zauber formen. Es dauerte einige Minuten, wobei die Geräusche von Aelies gewaltsamen Eindringen nicht gerade hilfreich war, bis er wirklich so weit war das er beginnen konnte. Quasi die erste Rechnung in einer ganzen Formel. Zunächst wurde einiges an Staub aufgewirbelt, als die Luft in dem Raum sich unnatürlich zu bewegen begann, geradewegs auf den Zauberer zu. In einem kleinen Vortex aus nun doch durchaus kräftigen Winden, welche leider nicht in der Lage waren den Schweiß auf seiner Stirn zu verjagen, balancierte er die elementaren Kräfte, impfte ihnen gleichzeitig die Fragen und Suchbegriffe ein, welche er hoffte zu finden. Er brauchte für diesen Zauber logischerweise wirklich einiges an Zeit, Zeit in der sich nicht im Geringsten um Aelies kümmerte – wie auch, war es ja schlicht unmöglich dabei auch noch an die Schwarzhaarige zu denken.
Mit einer finalen Handgeste verzogen sich die Winde in gleichmäßigen Strömen, allesamt vom Zauberer ausgehend – beinahe unendlich war eine deutliche Zugluft von seinem Standpunkt aus zu verschiedenen Werken zu spüren. Da man Wind nicht sehen konnte, zog er eine kleine Spielerei aus der Tasche, eine lange weiße Kerze welche allerdings so präpariert war definitiv mehr Rauchentwicklung aufzuweisen als man es normalerweise gewohnt war. Er zündet die Kerze an und folgte dann dem ersten Luftstrom, welchen den Rauch hinfort trug, hin zu seinem ersten Werk. Es war eine allgemein medizinische Schrift und er vermutete dort lediglich Informationen zu Augenverletzungen zu finden, nicht unbedingt das wonach er suchte. Er ging den Weg zurück und widmete sich dem nächsten Luftstrom, in der Hoffnung ein passenderes Werk zu finden. Das nächste hatte sich tief hinter gleich mehreren Wälzern versteckt, die so aussahen als wären sie kürzlich bewegt wurden. Vielleicht ein Hinweis auf ein Versteck? Tatsächlich fand er ein alchemistisches, von den Hexenjägern nicht gemochtes, Werk zu Regeneration welches er sogleich einpackte. Weiter und weiter suchte er, nahm sich hier und dort einen dicken Schinken ehe sein Luftstrom ihn zufällig an der aufgebrochenen Tür vorbei führte. Bereits mit eigenen Werken auf dem Arm, auf denen er seine Rauchkerze balancierte hielt er kurz inne. „Etwas gefunden?“, rief er in den Raum – zwar war seine Tonlage trocken, dennoch kam er gedanklich nicht darum her sich etwas darüber zu erheitern, dass es vermutlich nichts zu finden gab. Jedenfalls nicht dort. 30 Jahre mehr Erfahrung auf dem Buckel waren doch noch für den ein oder anderen Trick gut.
Große Bibliotheken waren für Zauberer nichts Besonderes, allerdings versprachen sie immer ein erhebliches Maß an Arbeit. Zum Glück war die nun gejagte Minderheit ein gewitztes Volk, weshalb es zahlreiche Zauber gab, die zur Indexierung und Findung von Dingen geeignet waren. Deswegen war das Filtern der Bücher der erste wichtige Schritt. Er blieb mitten in einem Gang stehen, atmete tief durch und hatte nun eine Konzentrationsaufgabe gewaltigen Ausmaßes vor sich, einerseits musste er klar und deutlich die Frage nach der Widerherstellung des Augenlichts lenken, gleichzeitig elementare Energie ziehen – er bevorzugte in diesem Fall den Wind – und das ganze auch noch irgendwie zu einem Zauber formen. Es dauerte einige Minuten, wobei die Geräusche von Aelies gewaltsamen Eindringen nicht gerade hilfreich war, bis er wirklich so weit war das er beginnen konnte. Quasi die erste Rechnung in einer ganzen Formel. Zunächst wurde einiges an Staub aufgewirbelt, als die Luft in dem Raum sich unnatürlich zu bewegen begann, geradewegs auf den Zauberer zu. In einem kleinen Vortex aus nun doch durchaus kräftigen Winden, welche leider nicht in der Lage waren den Schweiß auf seiner Stirn zu verjagen, balancierte er die elementaren Kräfte, impfte ihnen gleichzeitig die Fragen und Suchbegriffe ein, welche er hoffte zu finden. Er brauchte für diesen Zauber logischerweise wirklich einiges an Zeit, Zeit in der sich nicht im Geringsten um Aelies kümmerte – wie auch, war es ja schlicht unmöglich dabei auch noch an die Schwarzhaarige zu denken.
Mit einer finalen Handgeste verzogen sich die Winde in gleichmäßigen Strömen, allesamt vom Zauberer ausgehend – beinahe unendlich war eine deutliche Zugluft von seinem Standpunkt aus zu verschiedenen Werken zu spüren. Da man Wind nicht sehen konnte, zog er eine kleine Spielerei aus der Tasche, eine lange weiße Kerze welche allerdings so präpariert war definitiv mehr Rauchentwicklung aufzuweisen als man es normalerweise gewohnt war. Er zündet die Kerze an und folgte dann dem ersten Luftstrom, welchen den Rauch hinfort trug, hin zu seinem ersten Werk. Es war eine allgemein medizinische Schrift und er vermutete dort lediglich Informationen zu Augenverletzungen zu finden, nicht unbedingt das wonach er suchte. Er ging den Weg zurück und widmete sich dem nächsten Luftstrom, in der Hoffnung ein passenderes Werk zu finden. Das nächste hatte sich tief hinter gleich mehreren Wälzern versteckt, die so aussahen als wären sie kürzlich bewegt wurden. Vielleicht ein Hinweis auf ein Versteck? Tatsächlich fand er ein alchemistisches, von den Hexenjägern nicht gemochtes, Werk zu Regeneration welches er sogleich einpackte. Weiter und weiter suchte er, nahm sich hier und dort einen dicken Schinken ehe sein Luftstrom ihn zufällig an der aufgebrochenen Tür vorbei führte. Bereits mit eigenen Werken auf dem Arm, auf denen er seine Rauchkerze balancierte hielt er kurz inne. „Etwas gefunden?“, rief er in den Raum – zwar war seine Tonlage trocken, dennoch kam er gedanklich nicht darum her sich etwas darüber zu erheitern, dass es vermutlich nichts zu finden gab. Jedenfalls nicht dort. 30 Jahre mehr Erfahrung auf dem Buckel waren doch noch für den ein oder anderen Trick gut.
![[Bild: drazan_sig.png]](https://silverandsteel.de/images/user-sets/drazan_sig.png)

