The Square
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1273
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Willkommen, lieber Reisender!

Setz‘ dich zu uns, nimm einen Krug und deine Gwintkarten in die Hand. Es sind schwere Zeiten, in denen du zu uns gestoßen bist. Wir schreiben das Jahr 1273 und das Feuer der Hexenjagd hat schon viele Menschenleben verschlungen. Egal ob Mensch, Mutant oder Anderling: Es wird Zeit, dich für eine Seite zu entscheiden. Schmiede mit uns das Schwert des Schicksals neu und verändere mit uns die Politik, um Geschichte zu schreiben.
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The Square › Silver & Steel › Redanien
try to make your way to the ordinary world

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Saskia
Administrator
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#1
23.10.2021, 22:48
Sie hatte über die Tage, die sie bereits im Rosmarin und Thymian verbracht hatte, den allgemeinen Tagesablauf der Besitzer und Angestellten soweit verinnerlicht, dass sie sich zu fast jedem Zeitpunkt sicher war, wem sie über den Weg laufen würde – oder auch nicht. Und da sie ahnen konnte, in welcher emotionalen Verfassung sich Rittersporn nach dem gestrigen Abend befinden würde, entschied sich Saskia für ein überaus frühes Frühstück, das nicht nur von der überaus freundlichen Nive sondern auch mit dem netten Umstand von Ruhe serviert werden würde, statt sich an einem späteren Zeitpunkt mit dem aufgelösten Freund auseinanderzusetzen. Sie konnte sich bildlich vorstellen, wie sehr der gestrige Abend den armen Barden aufgewühlt hatte. Sie selbst hatte das Schauspiel deutlich weniger mitgenommen, mehr allgemeine Neugier und Interesse als Angst um das eigene Leben geweckt und tatsächlich hatte sie halbwegs gut geschlafen. Entsprechend munter stieg sie die Treppen zum Schankraum hinab, dabei die Schultern räkelnd und bereits auf halber Strecke mit einem milden Lächeln zu Nive winkend, die bereits dabei war, die wenigen Gäste an diesem Morgen zu bedienen. Zwischen diesen jedoch ausgerechnet einen der Hexer zu erkennen, die gestern an der hitzigen Debatte teilgenommen hatten, überraschte sie. Manch einer hätte wohl gezögert, sich einfach zu mit an den Tisch zu setzen – Saskia jedoch nicht.

Ob er sie vorher ebenfalls schon bemerkt hatte oder es erst das Scharren des Stuhles über den Boden war, der ihn zu ihr blicken ließ, konnte sie nicht sagen. Doch da es sich immer noch um einen Hexer handelte, dem sie nun gegenübersaß, war Ersteres wohl wahrscheinlich. Auch ihm gönnte sie nun ein Lächeln, während sie sich und den Stuhl zurechtrückte. „Ich fürchte der Großteil der unwissenden Gäste hier würde sofort tot umfallen, wenn sie wüssten, mit wie vielen Hexern sie heute Nacht unter einem Dach geschlafen haben.“, meinte sie dann leise, ehe sie mit einem Nicken auf die stumme Frage nach Frühstück? Tee? der blonden Schankdame nickte, die gerade an einem der benachbarten Tische abräumte. „Vielleicht sind sie aber mittlerweile auch ungewöhnliche Anblicke hier gewohnt.“, fügte sie dann an, in die Runde der Anwesenden blickend. Ungeniert, wie sie es immer tat, die Augenbrauen dennoch in deutlichem Zweifel zusammengezogen, ob sie den Menschen hier dergleichen zutrauen konnte. In Vergen hätte sie keinen Zweifel gehabt, doch hier, mitten in Novigrad wusste jeder, dass er mit dem Feuer spielte, wenn er sich sonderbare Leute oder gar Anderlinge in das Haus holte. Vielleicht hatten Rittersporn und Zoltan ja auch einen mächtigen Zauberer im Keller eingesperrt, der die Augen der Gäste verzauberte und sie nichts Auffälliges in den Räumen des Hauses erspähen ließen. Sie schnaubte leise. Seltsamerweise fand sie den Gedanken im zweiten Augenblick gar nicht mehr so abwegig. Im Dritten jedoch traute sie weder dem Barden noch dem Zwerg eine solche Tat zu, auch wenn vor allem der Zwerg auch ihr vielleicht schon einmal damit gedroht hatte, sie in eine Mine zu sperren. Ein kurzes, amüsiertes Zucken der Mundwinkel war ihr noch anzusehen, als sie ihr Augenmerk zurück zum Hexer lenkte. „Und du? Gut geschlafen zwischen all den Menschen?“, fragte sie dann, ehe sie Nive mit einem leisen Danke die dampfende Tasse Tee abnahm.
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Falgeirr
Administrator
7 Posts
2 Threads
#2
23.10.2021, 22:49
Der brummige Bär von einem Hexer hatte ehrlich gesagt recht beschissen geschlafen und so war auch seine Laune. Es war nicht die Qualität der Betten oder das Ambiente oder sonst irgendwas, er gehörte nicht zu der Sorte die unbedingt auf einer Stachelfalle schlafen musste weil alles andere zu weich war. Auch wenn er damit gewiss keine Probleme hatte. Nein, es war vielmehr das Nachdenken das ihn wach hielt – und die Tatsache, dass er wenigstens dafür sorgte das der Barde der ihm zu diese Komödie eingeladen hatte ein bisschen mit barer Münze zahlen musste, denn Falgeirr hielt sich nicht gerade zurück mit dem trinken. Die Themen des Gipfeltreffens lagen ihm trotz Alkohol schwer im Magen, er versuchte Dinge stets pragmatisch zu sehen – so auch in diesem Fall – aber er musste dennoch bedenken, was es bedeutete irgendeine Hexerschule wieder zu eröffnen. Die Prüfungen und das Training waren eine herbe Herausforderung, und die Durchfallrate war nicht gerade gering. Blut das dann an den Händen kleben würde, welche die Jungen in diese Position gedrängt haben und momentan wäre er einer davon. Ähnlich unangenehm wie die Vorstellung von den zahlreichen Opfern die es fordern würde, wenn wieder minnebesungene Rittersmänner ausziehen um Monster zu jagen. Eine beschissene Situation gegen die andere, was davon richtig war – tja, konnte mal wieder keiner sagen. Irgendwie hatte er das Gefühl, für jedes Jahrzehnt mehr auf seinem Buckel wurden die Zeiten schwieriger.

Ungefähr ähnlich stoisch wie ein Golem zermalmte er das Frühstück, das zu 99% aus Fleisch bestand zwischen seinen Zähnen und ließ sich ausnahmsweise bereits in aller Frühe mit etwas Bier ruhig stellen. Rittersporn hatte immerhin versprochen, die Bewirtung voll und ganz zu bezahlen – nach wie vor würde er das Angebot ausnutzen, nebenbei las er einige Pamphlete die er eines nach dem anderen auch gleich wieder zusammenknüllte und durch den Schankraum warf. Nur Dreck. Er brummte, trank ein Schluck Bier und brummte nochmal tiefer. Warum kamen die Leute immer zu ihm?

„Ist nicht gerade der intelligenteste Haufen, dann…“, antwortete er etwas umständlich und scharrte die letzten Fleischreste von einem Knochen, „Man kann mir kaum erzählen, dass man wo sicherer in Novigrad wäre als in einem Haus voller Hexer. Aber die Leute haben zu viel ewiges Feuer im Hirn brennen.“ Er grummelte und trank noch einen Schluck, ehe er die Platte – Teller waren ihm einfach zu wenig – von sich schob und sich leicht zurücklehnte. „Man müsste ja meinen, das man sich mittlerweile an Katzenaugen gewöhnt hat und irgendwelche Barden in purpurnen Aufmachungen die komischen Blicke bekämen…ist aber anders herum. Versteh ich auch nicht.“ Ein grummelndes Seufzen entkam seinen Lippen, als er die langen Säulen auf dem sein Torso normalerweise stand von sich streckte. Was eine beschissene Frage, nicht das sie nicht höflich gewesen wäre – das war sie vermutlich, aber das war genau der Punkt. Irgendwelche höflichen Konversationen waren genau das Gegenteil von dem, was Falgeirr so an Talenten in seinem Arsenal herumführte. „Ne.“, kam es dann ganz unverhohlen, „Zu viele Geräusche.“, fügte er dann eine halbherzige Erklärung an. Sein Blick wanderte auf den kleinen Stapel Aushänge neben ihm, er überflog ein Blatt kurz und schmiss es dann durch den Raum in der Hoffnung das würde Saskia irgendwie vertreiben. „Auftragslage ist auch beschissen.“, merkte er an.
[Bild: sig1.png]
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Saskia
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#3
23.10.2021, 22:51
Mit einem leichten Neigen des Kopfes, das durchaus so etwas wie Zustimmung ausdrücken konnte, reagierte sie auf die prompte und deutliche Reaktion des Hexers auf ihre Frage. Hinter dem Becher, an der sie nippte und über deren Rand hinweg sie das grimmig verzogene Gesicht ihres Gegenübers betrachtete, konnte er das schmale Lächeln, dass seine Worte ihr abrangen, nicht sehen. Ein wenig hin und her gerissen zwischen amüsiert sein und der leichten Befürchtung, Falgeirr auf dem falschen Fuß erwischt zu haben, nickte sie dann nur langsam, stumm, als würde sie damit allen Aussagen zustimmen. Er mochte schon Recht haben, mit dem, was er sagte. Obwohl sie selbst katzenäugige Hexer ebenso bemerkenswert seltsam fand, wie Barden in Purpur... aber sie war da auch nicht der Maßstab für Novigrad, in dem Barden wohl öfter auf der Straße anzutreffen waren, als die eigenwilligen Mutanten. „Die bunten Barden sind den Meisten hier immer noch ähnlicher. Das macht es leichter, sie zu tolerieren.“, versuchte sie dann vorsichtig, eine Entschuldigung dafür zu finden und ließ den Becher, die sie mit beiden Händen umfasst hielt, ein wenig sinken. Grundlegend hatte ihrer Meinung nach die Kirche des ewigen Feuers damit nichts zu tun, denn auch dort, wo diese keinen großen Einfluss hatte, schien dem durschnittlichen Menschen das Misstrauen Anderem oder Fremdem gegenüber doch irgendwie von Natur aus gegeben zu sein. Mancher hätte von Selbstschutz gesprochen, der andere von einem beschränkten Horizont – Saskia selbst mochte sich nicht anmaßen, darüber zu urteilen doch auch sie fand diese Neigung generell als eher umständlich.

Sie lehnte sich ein wenig zurück und schaute dem Blatt Pergament, dass der Hexer nun unwirsch in die Luft warf, mit einer gehobenen Augenbraue beim Herabsegeln auf den Boden zu. Bisher hatte jede Geste, jedes Wort eine deutliche Sprache für sie gesprochen: Unzufriedenheit. „Hier in Novigrad wird sich halt schnell um jedes Monster gekümmert.“, meinte sie dann nüchtern, während sie den Blick ein wenig senkte. Die Säuberungsaktionen in der Stadt waren konsequent und schlossen nicht nur irgendwelche Guhle in der Kanalisation ein, das wussten Beide. Sie atmete hörbar ein. „Genau deshalb lebt es sich ja eigentlich ganz ruhig in der Stadt.“ So, wie sich Falgeirr gerade gab, schien Novigrad die pure Hölle für einen Hexer zu sein. Irgendwie konnte sie es ihm fast nachfühlen, denn auch sie hätte sich durchaus anderswo hin gewünscht. Doch es gab auch schlechtere Orte und in Ermangelung akuter alternative Reiseziele hatte sie nicht vor, die Stadt alsbald zu verlassen. „Die lohnenswerten Aufträge werden hier eher unter der Hand vergeben, habe ich gehört.“ Sie hob vielsagend die Augenbrauen, ehe sie einen weiteren Schluck Tee nahm. Den allgemeinen Umständen in Redanien entsprechend war es doch sicherer, nicht alles und jeden über etwaige eigene Probleme an öffentlichen Anschlagtafeln zu informieren. Und wenn Saskia gelernt hatte, Eins und Eins richtig zusammenzuzählen, waren genau diese Aufträge auch jene, die finanziell lohnenswert waren - oder gar unschuldige Leben retteten.
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Falgeirr
Administrator
7 Posts
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#4
23.10.2021, 22:52
Die Unzufriedenheit des Hexers, das musste man so trocken feststellen, war eher eine Lebenseinstellung als das sie wirklich einen Grund gehabt hätte. Wenn er Morgens aufstand und sich das Gesicht wusch, war er unzufrieden und wenn er Abends auf irgendetwas fiel das sein Schlafplatz sein würde, war er ebenso unzufrieden. Dabei war das vielleicht sogar das falsche Wort, es war eher eine grimmige Grundstimmung, die den bärigen Mann verfolgte und da war er unter Hexern keine Ausnahme. Es mag solche Spaßgesellen wie Lambert geben oder politische Stolperer wie Geralt. Er selbst hielt sich einfach aus allem heraus und irgendwie hat sich diese Form von Umgang mit Anderen als effektiver Weg herausgestellt, dafür zu sorgen das es so blieb. Wer sprach schon gerne über Intrigen und Politik mit jemandem, der jeden Satz nur einfach wegbrummte? Auf den Kommentar von Saskia zum Thema Barden folgte, natürlich unweigerlich, ein weiteres dieser grimmigen Laute eher er seinen Bierkrug leerte und einer der Bedienungen mit einem bösen Blick zu verstehen gab, dass er gerne mehr hätte. Komischerweise wurde sein Auftrag überdurchschnittlich schnell ausgeführt. „Ah…auf dem Land ist es genauso.“, kam es dann, „Die Meisten haben in ihrem Leben mehr Hexer als Barden gesehen, weil welcher samtbezogene Scharlatan lässt sich schon in irgendeinem Drecksdorf am Rande der Provinz blicken wo es nichts gibt außer Feldarbeit und das gelegentliche Monster?“ Er zuckte mit den Schultern. „Trotzdem finden alle die singenden Rotkehlchen besser, aber was sollen die machen wenn’s Ärger gibt? Einen Ertrunkenen besingen?“ Anschließend drang ein tiefes Lachen aus seiner Kehle. Die Vorstellung von Rittersporn der mit einer Laute, singend, vor einem Ghul davonläuft – das würde er ja zu gerne mal sehen.

Er hob eine Braue, als sie indirekt die Hexenjäger und sonstige Fanatiker ansprach. Kurz war er versucht, einen Vortrag darüber zu halten das diese Vollidioten nicht mal die einzelnen Sorten von Vampiren auseinanderhalten könnten, allerdings schenkte er sich diesen Ausbruch und vergrub ihn stattdessen in einem Schluck von seinem Krug. Das sie dabei auch noch Elfen und Zwerge mit Monstern verwechselten, das war ein ganz anderes Thema. Ein bitteres Lachen entkam ihm, als sie von Ruhe sprach. „Ah…außer man ist anders.“, meinte er dazu trocken, „Dann hat sich das schnell erledigt mit der Ruhe. Solange die Hexenjäger noch nicht mit jedem Problem fertig werden, bleibts bei Worten…aber wenn das so weiter geht, dauert das nicht mehr lange bis auch Katzenaugen auf dem Scheiterhaufen landen.“ Er zuckte mit den Schultern. Er hoffte einfach, wenn das passierte war er einfach bereits auf dem Weg nach Kovir und bekam davon nur noch gerüchteweise mit. Er hatte zwar keinen Zweifel, dass er eine ganze Schar von Hexenjägern in den Tod mitnehmen könnte, aber er bevorzugte es lieber nicht zu sterben. Er nahm einen weiteren Schluck. „Unter der Hand, eh?“, meinte er skeptisch, „Dazu muss man offensichtlich bereit sein, Leute kennenzulernen und sich auf ich kenne jemanden, der einen kennt einzulassen. Ich weiß nicht, ob das zwangsweise so gut endet.“ Das schrie gerade zu nach Intrigen, Ärger und Geheimnistuerei. Alles Dinge, in denen Falgeirr etwa so gut war wie im Singen. Kurz schaute er sich um, irgendwie war die Taverne immer noch verschlafen – er selbst hatte aus Ermangelung an Alternativen entschieden, den Morgen anderweitig mit Sinn zu füllen als zu arbeiten. Er zog ein kleines Fläschchen hervor und leerte es in seinen Bierkrug, ehe er einen weiteren Schluck nahm und sich kurz schüttelte. Besser als trinken wird’s heute nicht mehr.
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